Die Idee zum PauliOpa
Die erste Voraussetzung für die "Geburt"
des PauliOpa war die Geburt meiner Enkelkinder, als Katja und eine
Zeit später Daniela das Licht der Welt erblickten. Da wurde ich
vorerst Opa.
Das zweite Ereignis, einige Jahre später, war der
Kauf einer roten Sportmütze mit Karo-Muster. Als ich diese Kappe das
erste Mal benutzen wollte, sagte meine Frau: „Mit dieser Kappe gehe
ich nicht mit dir aus!“ So habe ich sie halt wieder weggeräumt und
in den Kasten gelegt.
Wieder eine Zeit später brachte mir mein Sohn nach
einer Reise in Peru, wo er als Bergsteiger einige Sechstausender
bezwang, eine Lamawolljacke mit.
Ich hatte inzwischen wieder etwas an Gewicht
zugelegt, bedingt durch das Einstellen des Rauchens. Erfahrungsgemäß
nimmt man dabei etwa bis zu 10 Kilo zu (bei mir stimmt es, ich habe
dieses Phänomen am eigenen Leib viermal erlebt). Das bedeutet, dass
ich von etwas rundlicher Statur bin. Ich bin aber nicht zu schwer, nur
zu kurz. Für mein Idealgewicht sollte ich etwa 2,16 m sein.
Als ich diese Jacke probierte, eine beige
Lamafelljacke trägt auch etwas auf, sah ich im Spiegel jemanden
kleinen rundlichen, zu dem diese rote Mütze hervorragend passen
würde. Ich holte sie aus dem Schrank hervor, setzte sie auf und
fragte meine Frau: „Nun, zu dieser Jacke kann man aber diese Mütze
schon tragen?“ Als sie meine Frage nach einem kurzen Blick – noch
etwas zweifelnd – mit "Na, ja?!" bejahte war der erste
Meilenstein zum PauliOpa™ erreicht.
Zwischenzeitlich - ich hatte durch widrige Umstände
meine Arbeit verloren und war als „Privattier“ zuhause- war mein
Enkerl Daniela öfters zu Besuch, wenn ihre Mama Wege zu erledigen
hatte oder sonst wie beschäftigt war. Ich kochte für sie auf ganz
besonderen Wunsch Palatschinken und andere kleine Speisen, die ich im
Laufe der Zeit zuzubereiten gelernt hatte. Ich war ja früher einmal
ein Hobbykoch. Jetzt sind die Gelegenheiten zum Kochen etwas spärlich
geworden, da meine direkte Verwandtschaft sich im Laufe der Zeit durch
deren Übergang in eine andere Welt sehr reduziert hat.
Natürlich gestalteten wir auch unsere Freizeit mit
verschiedenen Aktivitäten. Wir fuhren Rad, das hatte Daniela mit
meiner Hilfe erlernt, wir fuhren im Sommer öfters nach Tulln zum
Aubad, wo wir ein Schlauchboot vom Stapel ließen und Seeräuber oder
Entdecker waren. Wir spielten auf dem Computer, aber wir spielten auch
andere Spiele, wie Mühlfahren und Dame. Zur Zeit lernen wir
Schachspielen. Daniela kann das für meine Begriffe und ihr Alter
schon ganz passabel.
Da ich mit dem Vornamen Paul heiße, wurde daraus
ein sehr geläufiges PauliOpa. Damit Daniela den rechten Bezug zu
unseren Verwandten nicht verlor, bekamen nun einige andere ältere
Personen den Titel Oma, beispielsweise wurde aus der Oma Gerhilde die
GeigyOma (benannt nach der Straße, in der sie wohnt). Aus der Mutter
meiner Frau, die noch eine Tochter und einen jüngeren Sohn, den
Hansi, hat, die „HansiOma“, oder aus meiner Frau die „HediOma“,
weil sie Theresia heißt. Sie heißt in Wirklichkeit Theresia, jeder
ruft sie aber Hedi nach ihrem zweiten Vornamen.
Eines Tages habe ich nun begonnen, den PauliOpa zu
gestalten. Ich wusste nur, dass ich eine Figur mit markanten
Eigenheiten machen wollte. Mein Sohn meinte, zeichne einfach, das geht
am schnellsten. Ich hatte bald den ersten Entwurf des PauliOpa
gezeichnet und nach einigen Versuchen hatte ich schon eine gewisse
Fertigkeit, den PauliOpa zu zeichnen, aber nur immer von einer Seite.
Andere Seitenansichten waren eigentlich nicht so ganz nach meinem
Geschmack.
Das waren nun weitere Meilensteine auf dem Weg zum
PauliOpa™. Den effektiven Ausschlag hatte aber eine Wallfahrt nach
Medjugorie gegeben und - paradox dazu - eine Fernsehsendung, für die
man eine bestimmte Marke registriert hat.
Mein Sohn war es auch, der mich auf die Idee
brachte, den PauliOpa als Marke anzumelden. Die Registrierung ist
bereits erfolgt. Der PauliOpa ist seither ein PauliOpa™.
Mit der Zeit erlangte ich durch meine
kontinuierlichen Versuche eine gewisse Fertigkeit, den PauliOpa so zu
zeichnen, wie ich es wollte. Nach dem Studium eines Buches für
Comic-Zeichnungen ging mir das Zeichnen der Figur schon leichter von
der Hand.
Da Weihnachten vor der Türe stand und sich die
Frage nach Glückwunschkarten ergab, zeichnete ich das Bild „PauliOpa™
und Daniela auf den Christkindlmarkt“. So fertigte ich mir diese
Glückwunschkarten mit Computerhilfe und mit einem Scanner relativ
schnell an. Diese Art der Tätigkeit brachte mich nun auf den Gedanken
einen Kalender zu machen.
Ich hatte bald zwölf Themen ausgesucht und
zeichnete nach diesen dann die Bilder für meinen Kalender. Die Zeit
war schon etwas knapp, aber ich fertigte etwa einhundert Kalender in
verschiedenen Formaten an. Ich glaube, dass diejenigen Leute, die
einen Kalender erhalten haben, ihren Spaß damit hatten.
Die PauliOpa-Puppe (derzeit noch ein Unikat) habe
ich auch selber genäht(!), ich habe das selber auch kaum für
möglich gehalten.

Als ich ein Bub von ca. 12 Jahren war, hatte meine Mutter einmal eine
neue elektrische Nähmaschine zum Geburtstag bekommen. Für damalige
Begriffe und den Standard eine "Superding". Man stelle sich
vor: eine "elektrische", automatische Maschine, statt den
damals üblichen und gängigen, fußbetriebenen, mechanischen
Geräten!
Mich hatte diese Maschine damals auch sehr
fasziniert. Nach langen Diskussionen hat mir dann meine Mutter den
Umgang mit dieser Nähmaschine beigebracht und ich habe einige
kleine Sachen genäht, wie Nadelkissen und kleine Taschen, aber ich
hatte dann bald wieder andere Interessen und die Nähmaschine hatte
wieder einen "normalen" Stellenwert. Aber im Hinterkopf
blieb diese Tätigkeit gespeichert.
Nach längerem Recherchieren und Forschen habe ich
diese Puppe dann in etwa einer Woche fertiggestellt. Der
"Geburtstag" war der 22.Dezember 2000. Also noch im vorigen
Jahrhundert!
Die Malerei habe ich auch wieder aktiviert. Ich
hatte schon früher Ölbilder gemalt, aber aus Zeitmangel damit wieder
aufgehört. Beruflich bin ich viel gereist, in Europa und in den USA.
Da mussten verschiedene Freizeitaktivitäten zurückgestellt werden
und auf bessere Zeiten warten.
Ich habe auch ein Buch zu schreiben begonnen und
diese Homepage programmiert. Das Programmieren einer Internetseite
habe ich für viel schwieriger gehalten. Es ist relativ einfach, wenn
man Basis-Programmierkenntnisse hat. Die Schwierigkeiten liegen dann
eigentlich mehr auf dem redaktionellen Teil und in der Themenwahl.
Aber wie war das Motto? Ein "es geht nicht" gibt´s nicht.
Und der Teufel schläft immer im Detail!
So also ist aus dem PauliOpa der "PauliOpa™"
geworden. |